Als ich zu Schuljahresende mein Zeugnis in den Händen hielt, war alles andere als „feiern“ angesagt. Ein fetter Fünfer im Pflichtfach Englisch stach nicht nur mir, sondern auch meinen Eltern als erstes ins Auge. Nachprüfung im September lautete die Devise nun. Doch wie sollte ich die bloß schaffen? Ich kannte mich genau: ich würde mich niemals in den Ferien freiwillig jeden Tag ein paar Stunden büffeln. Der große Streit mit meinen Eltern war somit schon vorprogrammiert.
Gottseidank kam eine meiner Freundinnen mit einer Idee: warum nicht nach England auf Sprachwoche fahren? Somit könnte ich meine Sprachkenntnisse aufbessern und nebenbei noch etwas Urlaub machen und jede Menge Spaß haben. Da ich diese Idee allemal besser fand als alleine zu Hause zu strebern, packte ich meine sieben Sachen und ab gings nach London, in die multikulturelle Hauptstadt Großbritanniens. Zu Beginn war mir etwas mulmig zumute, da ich noch nie alleine in ein fremdes Land gereist war. Die Nervosität legte sich jedoch rasch, da ich am Flughafen von einem Sprachschul-Mitarbeiter abgeholt wurde und gleich zwei andere sehr nette Sprachschüler kennenlernte. Auch die Gastfamilie, in der ich untergebracht war, war sehr zuvorkommend und bemühte sich, langsam mit mir zu sprechen. Vom ersten Schultag war ich sehr positiv überrascht, da die Kursgruppe sehr klein war und meine Lehrerin einfach witzig und locker uns die englische Sprache näher brachte. Natürlich war es zu Beginn etwas schwierig, nur Englisch zu sprechen, aber ich war sehr froh, dass wir nicht nur Grammatik durchnahmen, sondern auch sehr viel mündlich kommunizierten. Auch das Nachmittagsprogramm war wirklich toll organisiert und machte mir viel Spaß und da ich auch mit Leuten aus Spanien und Frankreich sehr viel in Englisch kommunizierte, wurden meine Sprachkenntnisse immer besser und besser. Die Nachprüfung im September schaffte ich dann fast ohne Probleme und kann diese Variante der „Englisch-Nachhilfe“ nur allen empfehlen.

