Vor einigen Wochen, habe ich einen Artikel darüber geschrieben, ob der Zivildienst bei nur noch sechs Monaten überhaupt noch Sinn macht.
Im Gegensatz zu meiner persönlichen Meinung, sind aber die meisten gegen den Wehrdienst und sehen diesen als reine Zeitverschwendung an, da man in dieser Zeit bereits eine Ausbildung oder ein Studium beginnen kann oder eben im besten Fall direkt in den Beruf einsteigen könnte.
In erster Linie stellt sich die Frage, was bedeutet überhaupt “ausgemustert” zu werden. Ausgemustert bedeutet beim Besuch des hiesigen Kreiswehrersatzamts, dass man das Ergebnis T5 (Tauglichkeit 5) erhält. Damit ist man automatisch ausgemustert und muss keinen Zivildienst antreten.
Bevor wir uns die unterschiedlichen Möglichkeiten anschauen, möchte ich anmerken, dass es diverse Thesen und Theorien gibt, wie man sich ausmustern lassen kann und es ist dennoch nicht zwangsläufig gesagt, ob diese auch so funktionieren, wie diese Thesen beschrieben werden. Vor allem gibt es Theorien im Bezug auf Drogen und andere gesetzeswidrigen Tätigkeiten/Maßnahmen, die dafür sorgen sollen, dass man automatisch ausgemustert wird, aber wiederum hört man von möglichen unerwünschten Konsequenzen.
Ebenso entspringen die aufgelisteten Maßnahmen diversen Internetseiten und ich rate dazu, diese verschiedenen Meinungen, Thesen, Theorien und Maßnahmen stets mit höchster Vorsicht zu genießen.
Vorbereitung und Einleitung
Verweigerung des Kriegsdienstes während der Musterung
Die Verweigerung des Kriegsdienstes während der Musterung ist ein großer Fehler, man wird zwar noch auf seine Tauglichkeit geprüft, aber man kann davon ausgehen, dass die Ärzte einen Verweigerer nicht zu gründlich durchchecken, wie eine Personen die noch nicht verweigert hat. Somit ist die Gefahr, dass man ggf. in der Prüfung als Tauglich eingestuft wird und somit natürlich direkt dafür gesorgt hat, dass man in den Zivildienst muss.
Bei einer normalen Musterung hätte sich ggf. herausgestellt, dass man überhaupt nicht Tauglich ist und somit wäre die Chance größer gewesen, um ausgemustert zu werden. Eine spätere Ausmusterung durch einen Arzt, der durch den Zivildienst für eine Antrittskontrolle beauftragt wurde, ist deutlich schwieriger als beim Kreiswehrersatzamt.
Anmerkung II
In Anbetracht dessen, dass es diverse Theorien und Meinungen gibt, welche teilweise schon am Rande der Legalität liegen, werden die Maßnahmen in ungesunde und gesunde Maßnahmen unterteilt.
Des Weiteren möchte ich anmerken, dass ich keine Garantie auf Richtigkeit dieser Inhalte gebe – ebenso dienen diese Inhalte keiner Rechtsberatung, sondern spiegeln lediglich Informationen und Meinungen wieder.
gesunde Maßnahmen für eine Ausmusterung
Wohnsitz außerhalb von Deutschland
Einen Wohnsitz außerhalb von Deutschland ist natürlich die einfachste Möglichkeit um den Wehrdienst zu vermeiden – dies funktioniert aber auch nur solange, wie man noch nicht erfasst wurde. Sobald eine Erfassung stattgefunden hat und man bereits das Schreiben vor der Nase hat, so braucht man sich über einen Umzug keinerlei Gedanken mehr machen.
Krankheiten, körperliche Einschränkungen und Allergien
Allergien
Bei der Musterung sollte man während der Untersuchung des Bundeswehr Arztes auf seine Allergien aufmerksam machen – vor allem dann wenn bekannt ist, wie stark manche Allergien sind.
Sinnvollerweise könnte man diese bereits vorab von seinen Hausarzt oder Hals-Nasen-Ohren Arzt bestätigen lassen.
Als Beispiel: Wenn jemand eine starke Allergie gegen “Pollen” oder “Gräser” hat, macht es eventuell keinen Sinn jemanden durch Wiesen und Wälder kriechen zu lassen – da die Gefahr ist, dass diese Person ggf. einen allergischen Schock erleidet. Ansonsten ist es sicherlich ein Störfaktor, wenn die Person stets einen Husten-, Tränen und Nießanfall erleidet.
Wie heißt es so schön – eine Truppe ist nur so stark, wie sein schwächstes Glied.
Intoleranzen
Ebenso sollte man auf eventuelle Lebensmittelunverträglichkeiten aufmerksam machen. Des Weiteren auch auf Unverträglichkeiten gegenüber irgendwelchen Stoffen wie zum Baumwolle.
Da nicht zwangsläufig gesagt ist, dass man in einer Bundeswehrkaserne sich an einer Sonderbehandlung erfreuen darf, entsteht natürlich eine Gefährdung, wenn eine Person Milchprodukte zu sich nehmen muss, welche er eigentlich nicht verträgt.
Nach meinem persönlichen Ermessen, wäre dies unzumutbar.
Brillenträger und Augen bzw. Sehvermögen
Relativ häufig ist zu hören, dass auch Brillenträger ab einem gewissen Wert als nicht tauglich eingestuft werden – ebenso sollte man auf Lichtempfindlichkeit und Nachtblindheit aufmerksam machen. Man stelle sich mal vor, man muss in der Nacht einen “Panzer” fahren und lenkt dies Gefährt stets gegen einen Baum.
schwache Knochen
Häufig liest man im großen World Wide Web, dass schwache Knochen eine Ausmusterung beschleunigen können – dies sollte man natürlich attestieren lassen und eventuelle Nachweise liefern.
chronische Beschwerden
Bei der Untersuchung sollten vor allem Probleme mit Knie und Rücken offenbart werden, sofern vorhanden. Dies sollte auch seitens des Hausarztes attestiert werden – vor allem bei chronischen Erkrankungen und Beschwerden sollte auch auf die Notwendigkeit von Schmerzmittel hingewiesen werden.
Homocystein-Defekt
Im Internet taucht immer wieder das Gerücht auf, dass man sich von einem Blut-Arzt einen Homocystein-Defekt attestieren lassen sollte, sofern man einen hat. Dieser Defekt tritt bei recht vielen Menschen auf.
Asthma
Ähnlich wie bei den Allergien sollte direkt auf eine eventuelle Asthma-Erkrankung aufmerksam gemacht werden.
Untergewicht
Personen mit Untergewicht, haben stets hohe Chancen ausgemustert zu werden – dies konnte ich vor allem aus vielen Gesprächen mit Bekannten erfahren, die bei einer gewissen Größe einfach deutlich zu wenig gewogen haben.
ungesunde und nicht nachzuahmende Maßnahmen für eine Ausmusterung
Einnahme von THC und anderen Drogen
Vor allem im Internet hört man immer wieder Gerüchte, dass durch die Einnahme von THC und anderen Drogen, eine sofortige Ausmusterung kein Problem ist.
Liebe Leute, lasst euch gesagt sein, zum einen sind Drogen in Deutschland verboten und damit strafbar, zum anderen absolut ungesund für den Körper.
Des Weiteren kann die Einnahme von Drogen aufgrund einer bevorstehenden Musterung strafrechtliche Konsequenzen haben und ebenso kann dafür gesorgt werden, dass ein Führerschein erst später gemacht werden kann oder gegebenenfalls nie!
Betrunken beim Kreiswehrersatzamt erscheinen
Ebenso ist es einfach nur Schwachsinn, betrunken beim Kreiswehrersatzamt zu erscheinen, denn auch dieses Amt hat Psychologen vor Ort, die eine Person nochmal durchleuchten können, wenn dich nicht sicher sind. Des Weiteren wissen die beim Kreiswehrersatzamt auch, wann jemand die Personen „verarschen“ will und sorgen notfalls dafür, dass man zu einem weiteren Termin eingeladen wird und diese Prozedur nochmal über sich ergehen lassen darf.
Zudem kann einen sehr leicht der Stempel aufgedrückt werden, dass man Alkoholiker ist und mit dem Alkohol ein Problem hat.
Krieg und töten
Wiederum liest man immer wieder, dass viele behaupten, man sollte einfach zum Kreiswehrersatzamt gehen und einen auf Psychopath und Massenmörder machen, in dem man denen mitteilt, dass man scharf auf Krieg und schießen ist, sowie Suizid Gedanken hat und auch Interesse an einem Amoklauf.
Anmerkung: In erster Linie möchte ich doch mal anmerken, dass solche Äußerungen nicht nur rechtlich grenzwertig seinen können sondern auch geistig auf der untersten Ebene anzusiedeln sind. Ich denke, jeder sollte gelernt haben, dass Krieg auch in der heutigen Zeit nie eine sinnvolle Lösung sein kann, genauso wenig gibt es Abhilfe bei Suizid Gedanken.
Politischer Aktivist im linken und rechten Spektrum
Eine weitere Behauptung ist, dass bei Mitgliedschaft in extremistischen Parteien (Links und Rechts) und deren Umfeld, eine sofortige Ausmusterung von statten geht. Dies bezüglich hab ich aber noch nie eine Bestätigung oder Verneinung gelesen oder gehört.
Fazit:
Man sollte alle Möglichkeiten/Maßnahmen vorher gut überlegen, auch wenn zum Beispiel Webseiten wie „Wehrdienst.de“ folgendes Berichten
„Angst vor Folgen im zivilen Leben braucht auch niemand zu haben. Es gibt weder Meldungen an Führerscheinstellen, Arbeitgeber oder sonst wo hin, noch gibt es irgendwelche Einträge in irgendwelche "Führungszeugnisse" oder in von anderen Stellen einsehbare "Akten".
Alles was darüber berichtet wird, beruht auf Gerüchten, welche zum Teil von der Bundeswehr selbst verbreitet werden.“ – 1:1 Zitat von Wehrdienst.de



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