Welcher Schüler oder Student kennt die Situation nicht – im Unterricht oder in einer Gruppenarbeit heißt es wieder, man sollte doch eine Mindmap oder ein Brainstorming vorbereiten und durchführen. Jeder der anwesenden Personen hat seine eigenen Ideen und möchte immer, dass auch seine Vorschläge einen Weg auf die Folie bzw. das Plakat finden. Aufgrund dieser Vielzahl von Ideen und Vorschläge verliert sich meist die Ordnung und der Effekt sowie Sinn und Zweck des Brainstorming geht verloren.
Besonders fällt auf, dass die allgemeinen Regeln des Brainstormings oft missachtet bzw. gänzlich ignoriert werden und somit in einigen Fällen die konstruktiven Ziele nicht erreicht werden. Bekanntlich geht es beim Brainstorming darum viele alternative Ideen wie auch passende Lösungsansatze für mögliche Problemsituationen im Bezug auf die Fragestellung zu finden. Pauschal passiert das nicht immer, aber doch sehr häufig.
Dies bezüglich wollen wir in diesem Artikel mal Alternativen auffangen und darstellen.
Brainwriting
Die erste Alternative welche wir ansprechen, ist das Brainwriting, eine abgewandelte Form des Brainstormings. Brainwriting versucht verstärkt eine Ordnung im Bezug auf das Sammeln von Ideen zu schaffen.
Das Funktionsprinzip des Brainwriting ist recht einfach gehalten – im Gegensatz zu Brainstorming, werden beim Brainwriting alle Teilnehmer fast automatisch mit einbezogen und dazu aufgefordert mit zu wirken. Jeder Teilnehmer oder jede Gruppe (sofern es mehrere größere Gruppen) erhält ein Papier bzw. einen Zettel auf denen in stiller Form die Ideen auf Papier gebracht werden. Im Weiteren Verlauf werden diese Zettel unterhalb der Teilnehmer oder den Gruppen ausgetauscht – dies kann individuell passieren, aber häufig geht es solange, bis jede Gruppe oder Teilnehmer einmal den Zettel aller anderen Gruppen oder Teilnehmer hatte.
Die bekannteste Form ist dabei die 6-5-3 Methode, wobei es darum geht, dass sechs Personen innerhalb von fünf Minuten maximal drei Ideen auf den Zettel aufschreiben. Im Anschluss wird wie bereits oben beschrieben, der Zettel weitergereicht an eine andere Gruppe oder eben an andere Teilnehmer. In diesem Fall wird aber ab dem ersten Tauschen Bezug auf die Ideen genommen, die von der ersten Gruppe notiert wurden. Daraus resultiert, dass verschiedene Charaktere quasi die vorhandenen Ideen beurteilen oder ergänzen. Diese Methode lässt sich auch sehr gut erweitern, so dass entweder mehr Teilnehmer mitarbeiten dürfen oder die Zeitintervalle vergrößert werden wie auch die Anzahl der Ideen verringert oder vergrößert werden.
Zu beachten ist, dass je mehr Teilnehmer, desto länger dauert dies Verfahren, da natürlich den Teilnehmern ein gewisser zeitlicher Spielraum für das notieren Ihrer Ideen gegeben werden sollte.
Braindrawing
Eine weitere Alternative ist das sogenannte Braindrawing – wo bereits die Ideen visuell umgesetzt werden analog zum Brainstorming. Diese Form ist sehr übersichtlich und aufgrund der technischen Hilfsmittel sehr schnell und flexibel, da Änderungen oder Verbesserungen direkt vorgenommen werden können. Besonders eignet sich das Braindrawing für die Bearbeitung und Auswahl der ersten Ideen. Das Braindrawing muss jede Gruppe oder jeder Teilnehmer in erster Linie für sich selbst machen. Im Anschluss werden die Ideen und Lösungsansatze gesammelt und wie beim Brainstorming in einer Diskussionsrunde in Verbindung mit einem Moderator ausgewertet bzw. zusammengefügt.
Auch beim Braindrawing ist es sinnvoll sowohl die Zeit als auch Anzahl der Ideen zu beschränken – so dass sich verstärkt auf die Kernideen und –Kriterien konzentriert werden kann.
Einsatz von technischen Hilfsmitteln
In den kommenden Tagen wird ein Artikel zu den technischen Hilfsmitteln für die Erstellung und Unterstützung des Brainstorming veröffentlicht.


[...] einen haben ich über Brainstorming Allgemein und seine Schwächen, sowie mögliche Alternativen berichtet – dazu siehe nachfolgenden Link Brainstorming und [...]