Ein sogenanntes Lipom ist ein gutartiger Tumor (oder auch eine gutartige Neubildung) des Fettgewebes.
Lipome sind die häufigsten Tumore des Menschen, sie treten zu meist bei jungen Menschen im Alter von 20 bis 25 Jahren auf, was dennoch nicht ausschließt, dass auch ältere Personen diese Fettgeschwulste bekommen können. Es gibt diverse Subtypen von Lipomen – Beispielsweise Liboplastome, Hibernome, Myolipome.
Bei dem Menschen machen sich Lipome durch folgende Eigenschaften bemerkbar:
oberflächliche Lage
Lipome treten häufig im Unterhautgewebe auf und sind, durch eine Hautwölbung, meist mit bloßem Auge erkennbar. Lipome lassen sich in vielen Fällen an Rücken, Armen, Brust und Bauch, wie auch an den Oberschenkeln ertasten. Zudem können sich Lipome in seltenen Fällen in Muskeln und in Organen bilden.
Beweglichkeit
Lipome lassen sich durch leichten Finger druck bewegen/verschieben und erscheinen dadurch nicht verwachsen.
Langsames Wachstum
Lipome wachsen unterschiedlich schnell, zum einen können sie über Jahrzehnte benötigen, bis sie ihre endgültige Größe erlangt haben (bis zu Faustgroß) oder sie erreichen bereits nach kurzer Zeit ihre endgültige Größe. Die Größe eines Lipoms ist unterschiedlich, manchmal werden sie nur wenige Millimeter groß, sind kaum zu verspüren, und andere wiederum sind direkt mit dem bloßen Auge zu erkennen.
Gründe weswegen sich Lipome entwickeln?
Bis zum heutigen Tage ist nicht genau bekannt, aus welchen Gründen sich überhaupt Lipome entwickeln, man vermutet den Grund in der genetischen Veranlagung des Menschen bzw. der jeweiligen Person. Lipome verteilen sich bei beiden Geschlechtern gleich.
Hingegen einiger Behauptungen und Meinungen existiert keine Möglichkeit um eine Bildung von Lipomen auszuschließen. Der Gedanke, das Fettleibigkeit für die Entwicklung von solchen Geschwülsten der Grund sei, liegt zwar nahe (Vermutung: Viel Fettgewebe = viel Risiko bzw. Raum für die Entwicklung), aber dem wird in der Medizin ausdrücklich widersprochen. Selbst die Behandlung durch Massagen und etwaigen Salben wie auch Medikamente zeigt keine Schutzwirkung vor der Entstehung eines Lipoms.
Sofern eine Vielzahl von Lipomen auftritt, spricht man von einer Lipomatose. Zudem kann sich ein Lipom auch zu einem bösartigen Geschwulst entwickeln, dies tritt meist ab dem 50. Lebensjahr auf. Aus medizinischer Sicht ist es ratsam einen Arzt regelmäßig zu konsultieren und sich untersuchen zu lassen.
Behandlungsmöglichkeiten
Grundsätzlich besteht kein Handlungsbedarf bei Lipomen, außer sie drücken auf Sehnen und Muskel und verursachen somit einen Druckschmerz. Dem entsprechend findet eine Behandlung in vielen Fällen aus kosmetischen Gründen statt.
Aktuell gibt es zwei Methoden wie man sich ein Lipom entfernen lassen kann, zum einen gibt es die klassische Methode mittels einer Operation oder mittels eines Absaugverfahrens.
Operation
Eine Operation findet meist unter einer lokalen Betäubung statt und dauert nicht länger als einige Minuten. Das Resultat ist eine Narbe, welche einige Zeit benötigt bis sie soweit verblasst ist, dass sie kaum noch zu erkennen ist.
Absaugverfahren
Das Absaugverfahren hinterlässt nur kleine Narben, welche kaum zu erkennen sind. Im Gegensatz zur der klassischen Operation besitzt diese Methode einen großen Nachteil, denn es werden nicht zwangsläufig alle Bestandteile des Lipoms entfernt und aufgrund von Rückständen können sich ein oder mehrere Lipome an der gleichen Stelle bilden.
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